woops - … schon wieder Urlaub? Ja, da ich am Anfang des Jahres „nur“ einen 3 Wochen Kurzurlaub hatte, bleiben mir noch ein paar Tage, um nochmals auf Entdeckungstour zu gehen.

Und diesmal etwas anders als sonst, nämlich nicht auf vier Rädern sondern auf zwei Beinen (ich hoffe nicht auf allen vieren). Kurz - es geht zum Wandern (auf neudeutsch Trekking) nach Nepal.

Die höchstgelegene Region Innerasiens wird als das Dach der Welt bezeichnet. Nun ganz auf dem Dach bin ich nicht unterwegs, aber zumindest im Dachgeschoss.



und wie immer der Hinweis:


Rechtschreibfehler sind gewollt und dienen zu Schulungszwecken.


Arbeitstitel:

Star Trek(king) - nur nicht ganz so hoch

Vorwort

Vorwort

Wie schon im Anlauftext erkennbar, gibt es bei diesem Trip einige Unterschiede zu den vorangegangenen.

Ersten wechselt meine Reisebegleitung. Wenn in den vergangenen Jahren Matze an meiner Seite war, so wird sich jetzt mein alter Sportkamerad Wolfgang nebst Freundin Marion mit mir durch Nepals Bergwelt schlagen.

Zweitens sind wir in einer geführte Gruppe mit Guide und Trägern unterwegs.

Drittens können wir nicht auf motorbetriebene Fortbewegungsmittel zurückgreifen, sondern versuchen es per pedes. Na, mal sehen, was das wird.

Für die Spitzfindigen – nach Nepal selbst laufen wir natürlich nicht. Da wird auf Turbinengetriebenes gesetzt.

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Sonntag, 2. November 2014

28.10.14 Lukla – Kathmandu



Heute morgen war zeitiges Aufstehen angesagt. Unser Flug nach Kathmandu sollte bereits 7:30Uhr stattfinden – zumindest nach Plan.
Das Wetter zeigte sich wohlwollend, zwar mit leichter Bewölkung aber zumindest mit Flugwetter – da hat sich das Gebetsmühlen drehen wohl doch ausgezahlt.

Zum Glück lag unser Hotel direkt am Airport Lukla. Dort verabschiedeten wir uns von unserer Servicecrew und checkten ein. Die Prozedur kannten wir ja schon – Gepäck wiegen, mit den kleinen Mogeleien, Sicherheitskontrolle und dann warten. Leider rechten die kleinen Mogleien diesmal nicht und wir mussten Übergepäck bezahlen. Das Gemeine war, dass nach dem Wiegen erst die Sicherheitskontrolle kam und einige ihre erbeuteten Himalayasouvniersteine abtreten mussten.

Es kamen zwar hin und wieder Maschinen an, aber leider nicht unsere.
Ca. 8:15 ging es dann recht schnell. Sam, unser Reiseleiter gab uns ein Zeichen und wir stürmten zum Flugzeug. Noch kurz warten bis die Neuankömmlinge aus der Maschine waren und dann rein – 10min später waren wir in der Luft. 

Nach ca. 30 min dann Landung in Kathmandu und das Gepäck war auch da. Es ist immer wieder erstaunlich, wie hier der Schichtwechsel funktioniert.
Im Hotel Malla erst noch kurz warten, dann ab auf die Zimmer und erst einmal Fellpflege.  

Den Nachmittag verbrachten wir beim Shopping in Thamel.
Abendessen dann im Steakhouse Rum Doodle.

27.10 14 Phakding – Lukla



7:30 Uhr Frühstück
Wetter sonnig mit leichter Bewölkung
Nach ca.2h erreichten wir Phakding. In der Lodge unserer ersten Übernachtung hielten wir inne für die obligatorische Einnahme des Mittagsmenues.
Dann nochmal 3 ½ h bis Lukla. Und wieder hieß es fleißig Gebetsmühlen drehen und um göttlichen Beistand für unseren morgigen Flug nach Kathmandu zu ersuchen. Natürlich war auch der Weg von Massentouristenströmen gezeichnet. Allerdings gab es auch einige ruhigere Wegabschnitte. Das hängt immer davon ab, von wo die Gruppen und Träger mit welchem Ziel losgehen und so ergibt sich dann der Berufsverkehr.

Die letzte Etappe ging dann fast ganz von alleine, selbst die 300 Hm kurz vorm Ziel. Im Hotel in Lukla angekommen, gab es noch eine kurze Besprechung zum Thema Trinkgelder für unsere Träger und Guides. Dann ging es erst einmal ab auf die Zimmer zum … Duschen. Aah welche Wohlttat – fließendes Wasser aus Wand und auch noch warm.
Zum Abendessen fanden wir uns alle, also die gesamte Expeditionsgruppe in der Gaststube ein. Das Essen und Trinken unserer Servicecrew ging an diesem Abend auf unsere Rechnung. Zudem wurden die Trinkgelder und einige nicht mehr benötigte Reisesachen übergeben. Meinereiner wurde dann auch noch spontan zu einer kurzen Ansprache genötigt – ha, Verschwörung.

Gegen halb 10 wollten wir das Nachtleben in Lukla unsicher machen und landeten in einem Irish Pub.  Die Musikzusammenstellung lag in Form eines ipads vor und jeder durfte sich mal als DJ versuchen. Trotzdem war hier klasse Stimmung.

Gegen halb 11 trotteten wir zurück zum Hotel auf einen Absacker.





26. 10. 14 Thame – Namche Bazar – Monjo



Das Wetter bewölkt aber trocken.
Zum Glück hatten sich die Tourigruppen heute beizeiten auf den Weg gemacht, so dass wir, wie gewohnt und in Ruhe unser Frühstück einnehmen konnten.

Beim Losgehen noch etwas Aufregung – oh schreck, das yak ist weg – und nicht nur eins, sondern alle drei. Oops -  gestern gab es yak boulette.
Wir gingen trotzdem los – irgendwo mussten die Biester ja schließlich sein. Das Interessante ist, dass die Tierchen nachts weder angebunden noch eingesperrt werden, sondern frei laufen gelassen werden. Nunja, bisher hat es ja funktioniert.

Kurz hinter Thame Wasserkraftwerk in Kooperation mit Österreich – zwei Peltonturbinen (D geschätzt 800mm) mit zusammen 650KW.
Unterwegs hatten wir von einem Berg einige umherstreifende Yaks entdeckt, die sich dann später doch nicht als unsere herausstellten.
Wolfgang und ich gingen wieder unsere Lieblingsbeschäftigung nach, der wir seit Beginn an frönten und die in den letzten Tagen etwas kurz kam – Gebetsmühlen drehen. Das hatte uns auf unserer Reise immer etwas Glück gebracht – zumindest beim Wetter. 

Die Mühlen müssen natürlich richtig herum gedreht werden – im Uhrzeigersinn 
Tipp: Die Mühlen sind rechter Hand und man dreht sie im vorbeigehen mit der rechten Hand, offene Handfläche nach vorn gerichtet.

Weiter durch die Täler bis Namche – knapp 2h Mittagspause in der Bäckerei (betreibt WiFi – für Gäste kostenlos)

Dann das letzte Stück bis Monjo über die Hillary Brücke, die wir ja schon vom Hinweg kannten – die aber immer wieder beeindruckend ist.

Gegen halb vier in der Lodge in Monjo angekommen hieß es dann, warten aufs Gepäck, das ja aufgrund der am Morgen zu spät gekommenen Frühschicht hinterher hing.  




















25. 10. 14 Marlung – Thame



Das Wetter heute mal zur Abwechslung leicht bewölkt.
Bereits in der Nacht vernahm ich ein leichtes Spannen meiner Gesichtszüge, welches sich dann am Morgen bestätigte – hm, da hatte ich mir wohl gestern einen Sonnenbrand im Gesicht zugezogen.

Das Frühstück diesmal erst 9 Uhr. Der Weg ohne besondere Vorkommnisse und Anstrengung –mal etwas hoch und wieder runter. Nur leider nahm die Anzahl der Trekkingjünger wieder merklich zu.

Gegen Mittag erreichten wir Thame.

Nachmittag stand ein Besuch des örtlichen Klosters auf dem Programm - natürlich 200 m über der Stadt, warum auch nicht – hat man besseren Überblick über seine Schäfchen.

Am Abend in der Gaststube setzte sich das Bild vom Mittag fort. Alles Voll mit Tourigruppen.  Bah – alles voll und eine Unruhe und dann auch noch fast alles Deutsche, so dass man auch noch sofort verstand was die erzählten und wenn nicht kamen sie rüber um von ihren Heldenstrecken zu berichten und die sie dann auch noch mit dem Stapeln von leeren Bierdosen vervollständigen mussten. Ist doch immer schön anderen Nationen unserer Kultur nahezubringen – prost.

Zum Abendessen orderten wir Yak-Hack-Steak. Im Vergleich zum richtigen Steak eine Verbesserung.