woops - … schon wieder Urlaub? Ja, da ich am Anfang des Jahres „nur“ einen 3 Wochen Kurzurlaub hatte, bleiben mir noch ein paar Tage, um nochmals auf Entdeckungstour zu gehen.

Und diesmal etwas anders als sonst, nämlich nicht auf vier Rädern sondern auf zwei Beinen (ich hoffe nicht auf allen vieren). Kurz - es geht zum Wandern (auf neudeutsch Trekking) nach Nepal.

Die höchstgelegene Region Innerasiens wird als das Dach der Welt bezeichnet. Nun ganz auf dem Dach bin ich nicht unterwegs, aber zumindest im Dachgeschoss.



und wie immer der Hinweis:


Rechtschreibfehler sind gewollt und dienen zu Schulungszwecken.


Arbeitstitel:

Star Trek(king) - nur nicht ganz so hoch

Vorwort

Vorwort

Wie schon im Anlauftext erkennbar, gibt es bei diesem Trip einige Unterschiede zu den vorangegangenen.

Ersten wechselt meine Reisebegleitung. Wenn in den vergangenen Jahren Matze an meiner Seite war, so wird sich jetzt mein alter Sportkamerad Wolfgang nebst Freundin Marion mit mir durch Nepals Bergwelt schlagen.

Zweitens sind wir in einer geführte Gruppe mit Guide und Trägern unterwegs.

Drittens können wir nicht auf motorbetriebene Fortbewegungsmittel zurückgreifen, sondern versuchen es per pedes. Na, mal sehen, was das wird.

Für die Spitzfindigen – nach Nepal selbst laufen wir natürlich nicht. Da wird auf Turbinengetriebenes gesetzt.

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Montag, 13. Oktober 2014

12.10.14 Frankfurt – Abu Dhabi – Kathmandu


Der Etihad-Flug von Frankfurt nach Abu Dhabi verlief ereignislos. Das Entertainmentangebot der 777 war auf dem aktuellen Stand. Nur die Sitzplatzwahl des Reiseveranstalters war diskussionswürdig – Mittelplatz, na super – links und rechts Störfaktoren. Flugzeit gute 6h.
Der Flughafen von Abu-Dhabi sieht zur Zeit nach Großbaustelle aus und wir wurden mit dem Bus vom Rollfeld transportiert. Demzufolge verzögerte sich der Transferdurchlauf etwas, aber soweit alles im grünen Bereich – Aufenthalt 3h.
Auf dem Weiterflug mit einem A320 nach Kathmandu das gleiche Thema, wie auf dem Flug zuvor. Wieder ein Sitzplatz in der Mitte. Der Heizkasten unter dem Sitz verringerte zudem die Beinfreiheit, wahrscheinlich schon als Yogavorübung gedacht, die Spazierhölzer hinter dem Kopf zu parken. Und... die beste Aussicht auf den Himalaya hat man beim Anflug auf der linken Seite und ich saß ...natürlich auf der rechten....hmpf.
Nach der Landung hieß es Visum beantragen - 34€ für ein 30Tage Visum. Die Schlangen vor den Schaltern bewegten sich ein einem Tempo … da ist jede Kontinentalverschiebung schneller, ist halt noch alles Handarbeit hier. Und wozu die Hast – Eile ist hier ein Fremdwort.
Vor dem Flughafen fand sich dann auch unsere Reisegruppe mit unserem Guide für die nächsten 3 Wochen zusammen. Wir hatten ja schon auf dem Flug spekuliert, wer denn unsere Weggenossen seien.
Auf dem Weg zum Hotel Malla im Stadtzentrum mit einem Kleinbus war die anfängliche Gelassenheit der Nepali dahin. Ein Verkehrswuhling vom Feinsten. Da wurde gedrängelt und geschnitten, Fußgänger, Autos, Busse Fahrräder und Mopeds wuselten auf der Straße herum und gelegentlich lag auch noch ein Hund Straße, den das Ganze überhaupt nicht tangierte – er hatte die richtig Mentalität.
Ach ja... und Hupen ist ein Kommunikationsmittel und gehört zu guten Ton – je lauter und ausdauernder, um so besser. Erinnert mich ganz stark an Brasilien, die können das genauso.
Zu den Straßen kann ich nur sagen: Die Löcher sind so dicht an dicht, dass die Fahrbahn schon wieder ansatzweise eben war.
Auf Kreuzungen ging dann kurze Zeit gar nichts mehr. Eine Ampel war zwar da, aber nicht in Betrieb. Also regelten Polizisten das Verkehrsgeschehen, aber auch irgendwie nicht. Einer stand auf einem Podest mitten auf der Kreuzung und fuchtelt mehr oder weniger motiviert herum. Seine Kollegen zu Fuße des Treppchens schauten ihm sehr aufmerksam gelangweilt zu. Soweit so gut, nur fuhren die Fahrzeuge irgendwie, nur nicht erkennbar zum Takt. Vielleicht war es ja gar kein Polizist sonder ein arbeitsloser Dirigent bei einer ABM. Wie auch immer irgendwann ging es weiter und wir erreichten das Hotel.
Nachdem die Zimmer bezogen wurden, ging es noch eine größere Runde um den Block m Stadtteil Thamel zum Abendessen unter Führung unseres Guide. Das Essen war gut und preiswert. Hier erlebten wir noch eine weitere Besonderheit. Katmandu hat täglich bis zu mehreren Stunden Stromausfall, der mit Notstromaggregaten überbrückt wird.
Auf dem Rückweg schlenderten wir noch durch ein paar Einkaufsstraßen – nennen wir sie mal so – hindurch. An einer Wechselstube war dann auch erst einmal Geld tauschen angesagt (Kurs 1€ =121NPR)
Nach dem ersten Eindruck muss ich sagen, dass Kathmandu eine recht dreckige und laute Stadt ist. Vor allem die Luftverschmutzung entlockt dem wohlgesinnten Touristen nach kurzer Zeit ein Kratzen im Hals.
 
Positiv: man kann auch noch nächtens auf die Strasse.

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